55 Eichkätzchen und ein iPhone
Ich hatte die Gelegenheit, zwei Tage lang mit einem iPhone zu spielen arbeiten. Und nachdem das Wetter gepasst hat, habe ich es auch gleich nach Schönbrunn ausgeführt. Bewaffnet mit einem Sackerl Nüssen, konnte ich auch für ein paar nette Motive für die eingebaute Kamera sorgen. Dennoch muss ich sagen: die Euphorie von meinem ersten Eindruck vom iPhone ist ein wenig verblasst.
Bildschirm
Die Brillianz des Bildschirms ist nach wie vor faszinierend, auch bei direkter Sonneneinstrahlung konnte man die Icons noch halbwegs erkennen. Die Bedienung via Touchscreen ist (meistens) intuitiv und macht Spaß.
Kamera
Die eingebaute Kamera reicht für nette Schnappschüsse von gierigen Eichkätzchen, allerdings ist sie schon ziemlich empfindlich. Die Bewegung des Fingers zum Auslöser hat oft schon genügt um das Bild zu verwackeln.
Kein Disk-Modus
Nachdem es nicht mein iPhone war, konnte ich keine Synchronisation mit iTunes durchführen. Eines der größten Mankos ist für mich der fehlende Disk-Modus, mit dem man das iPhone einfach als USB-Datenträger verwenden könnte.
Wie bekam ich also die Fotos vom iPhone runter? Letztendlich blieb mir nichts anderes übrig, als ein E-Mail Konto einzurichten und mir die Fotos -eines nach dem anderen- zu schicken. Dass jeder einzelne Anhang “photo.jpg” hieß, hat auch nicht unbedingt zur einfachen Weiterverarbeitung beigetragen…
Klingeltöne
Die vorhandenen Klingeltöne sind nicht wirklich das Gelbe vom Ei und sehen zu sehr nach “Komm in den iTunes Music Store und kauf’ Dir bessere” aus. Und im US-Store kostet ein Ringtone zusätzlich zum Musikstück nochmals 99 US-Cent. Also nur weil ich einen Musiktitel als Klingelton verwenden möchte, zahle ich gleich das doppelte?!
Zusätzliche Software
Ein Smartphone, auf dem Mac OS X läuft? Genial! Ein Mac OS X ohne SDK? Weniger genial! Apple stellt zur Entwicklung von Applikationen lediglich die Widget-API zur Verfügung und das ist meiner Meinung nach etwas wenig.
Sogar die Installation von Fremdsoftware auf dem iPhone ist nicht ohne weiteres möglich. Glücklicherweise gibt es Tools, wie zum Beispiel den Installer, mit deren Hilfe man weitere Software recht schnell draufspielen kann. Wann es diesbezüglich die ersten Klagen von Apple geben wird, sei abzuwarten…
Fazit
Näher betrachtet ist das iPhone voller Restriktionen. Von der verpflichtenden Freischaltung mittels iTunes angefangen, über das Vorschreiben, welche Dateien man als Klingelton verwenden darf und welche nicht, bis hin zum Aussperren von Fremdsoftware. Irgendwie ist das ärger, als jeder SIM-Lock und jedes Betreiberbranding, das ich bis jetzt gesehen habe.
Es ist legitim als Unternehmen Gewinn machen zu wollen, aber irgendwie hinterlässt die jetzige Version des iPhones bei mir den Eindruck als wolle man aus den Käufern noch den allerletzten Cent herausquetschen.
Da waren sogar die Eichkätzchen von Schönbrunn weniger gierig…
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- September 17th, 2007
- 1 comment
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also diese füße von diesen possierlichen tierchen sind wirklich faszinierend… süüüüüüüüüüüüß!!!
was? ach so? es geht eigentlich um technik? “ei” was????
September 18th, 2007
16:12