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Überwachungsstaat ohne Kontrolle

Gestern fanden im Rahmen des vierten TU-Forums interessante Vorträge zum Thema „Überwachungsstaat ohne Kontrolle” statt. Die Mit-Initiatoren der parlamentarischen Petition „SOS Überwachung”, über die ich ja bereits berichtet hatte, sprachen über die technischen und rechtlichen Grundlagen des novellierten Sicherheitspolizeigesetzes - und natürlich auch über ihren Kampf dagegen.

Prädikat: Hörenswert! Für alle, die das versäumt haben, gibt es einen kompletten Audio-Mitschnitt auf dem Freewave Blog. Es ist immer wieder erschreckend zu hören, was für Methoden die Regierung in einem demokratischen Rechtsstaat anwendet und mit welchen Begründungen sie diese rechtfertigt.

Interessant war auch eine Anmerkung aus dem Publikum über die Schizophrenie im Umgang mit der Privatsphäre im Internet. Auf der einen Seite kämpfen wir gegen einen Staat, der immer mehr unsere Grundrechte beschneidet und auf der anderen Seite stellen viele Menschen bereitwillig sehr private Informationen und Bilder auf diversen Plattformen wie zum Beispiel XING, Flickr, Facebook und Co. der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Das zeigt einmal mehr, dass das Internet erst in den Kinderschuhen steckt und dass wir, sowohl individuell als auch als Gesellschaft, erst lernen müssen damit umzugehen.

Funny, for all surveillance, Osama bin Laden is still free — and we’re not. Guess who’s winning the “war on terror?”
Quelle: boingboing

Up here, silly


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