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2009 Archives

CERN wird 55

Heute vor 55 Jahren wurde die Gründung des „Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire” abgeschlossen und obwohl man es in diesem Prozess gleich in „European Organization for Nuclear Research” umtaufte, wurde die bereits etablierte Abkürzung CERN behalten.

Und heute vor einem Jahr hatte ich die Möglichkeit eines Rundgangs durch diese großartige Forschungseinrichtung bei Genf. Hier ein paar Eindrücke davon. Alles Gute zum Geburtstag CERN!

CERN 2008

Beschleunigte Teilchen

Der Large Hadron Collider (LHC) war zu diesem Zeitpunkt leider nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich, immerhin konnte ich mir aber unter anderem den Low Energy Ion Ring (LEIR) ansehen. Dieser ist die erste Station in einer Kette von Teilchenbeschleunigern an deren Ende bei richtiger Weichenstellung der LHC steht, wo die Partikel dann mit annähernder Lichtgeschwindigkeit ihre Runden drehen, nur um dann aufeinanderzuprallen und Wissenschaftlerherzen höher schlagen zu lassen.

Und wo Forscher auf die noch fehlenden Seiten vom Bauplan des Universums hoffen, sehen Pessimisten an allen Ecken erdverschlingende schwarze Löcher. „Alles Unfug.”, versicherte man uns, „Die Prozesse, die im LHC herbeigeführt werden, kommen in der Natur ständig vor.” Und wer sich immer noch nicht sicher fühlt, kann ja immer wieder einen Blick auf HasTheLargeHadronColliderDestroyedTheWorldYet.com werfen. ;-)

CERN 2008
CERN 2008

Where the Web was born

Und was wäre ein CERN-Besuch ohne einen kurzen Blick in die Ausstellungsräume zu riskieren, wo der Computer zur Schau gestellt wird, der die Welt verändern sollte. Richtig, die Rede ist vom NeXTcube-Rechner von Tim Berners-Lee, der darauf einfach so das World Wide Web erfunden hat (bitte nicht zu verwechseln mit dem Internet). Auf der Tastatur liegend sieht man auch seine Arbeit über „Information Management”, die dazu den Grundstein gelegt hat. Gut sichtbar ist darauf auch die Anmerkung seines Chefs „Vague but exciting…”, die quasi grünes Licht für die Weiterentwicklung bedeutete. Der Rest ist Geschichte.

CERN 2008
CERN 2008

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Guy Kawasaki in Wien

Guy Kawasaki wird nachgesagt, geistiger Vater des Evangelism Marketings zu sein, dessen Konzept er in den 1980er Jahren für Apple sehr erfolgreich umsetzte. Und obwohl sein Lebenslauf seit damals eine Vielzahl an weiteren Projekten und Unternehmen vorweist, lebt er noch heute hauptsächlich von diesem Ruf, wie er selbst im Videointerview mit Ritchie „Datenschmutz” Pettauer zusammenfasste.

Guy Kawasaki Guy Kawasaki in Vienna

Am 10. September war Guy Kawasaki einer Einladung der Wirtschaftskammer Österreich nach Wien gefolgt und hielt in der Schönbrunner Orangerie eine Rede über „The Art of the Start”, seinen Leitfaden für Menschen, die etwas erfolgreich aufbauen wollen. Diese Anleitung ist übrigens bereits seit längerem auch in Buchform erhältlich.

Wer dieses Buch bereits kennt oder das Blog von Herrn Kawasaki näher verfolgt, lernte diesen Abend eigentlich nicht viel Neues, außer dass er tatsächlich ein sehr freundlicher, bodenständiger Mensch zu sein scheint. Hier dennoch eine kurze Zusammenfassung der elf wichtigsten Tipps, die aber keineswegs als allgemeingültige Dogmen anzusehen sind:

  1. Make Meaning
    Geld zu verdienen sollte nicht die vorrangige Priorität darstellen. Man sollte sich lieber darauf konzentrieren, etwas mit Bedeutung zu kreieren.
  2. Make Mantra
    Statt einem ellenlangen, generischen Unternehmensleitbild lieber ein kurzes aber prägnantes Mantra formulieren, das die Grundwerte des Unternehmens in maximal drei Worten beschreibt.
  3. Jump to the next curve
    Weit über den eigenen Tellerrand hinausschauen und über den eigenen Schatten springen zu können sind für einen langfristigen Erfolg von großer Bedeutung.
  4. Roll the DICE
    Deep: Ein Produkt benötigt Tiefe; Features, die über das Gewohnte hinausgehen.
    Intelligent: Konsumenten sollen merken, dass man sich wirklich Gedanken gemacht hat.
    Complete: Großartige Produkte fühlen sich schlichtweg komplett an.
    Elegant: Das Design ist für den Erfolg kein unerheblicher Faktor.
  5. Don’t worry, be crappy
    Wenn man immer nur wartet, bis etwas perfekt ist, kann man gute Gelegenheiten verpassen.
  6. Let a hundred flowers blossom
    Egal wie gut man Marktforschung betrieben hat, es kann immer sein, dass das Produkt hauptsächlich außerhalb der geplanten Zielgruppe gut ankommt. Es gilt, sich diese Situation zunutze zu machen und nicht dagegen anzukämpfen.
  7. Polarise people
    Man kann es niemals allen recht machen. Lieber eine kleine, treue Fangemeinde bedienen, als der Menge etwas Mittelmäßiges anzubieten.
  8. Churn, baby, churn
    Man sollte immer den Willen sich und das Produkt zu verbessern mitbringen. Unbedingt auf Ideen und Anregungen der Konsumenten hören.
  9. Niche Thyself
    Je einzigartiger das Produkt beziehungsweise die Dienstleistung und größer der Mehrwert für den Kunden, umso höher die Erfolgschancen.
  10. Follow the 10 20 30 rule
    Unbedingt lernen zu präsentieren! Die 10 20 30 Regel bedeutet: 10 Slides, 20 Minuten, 30 Punkt Schriftgröße.
  11. Don’t let the bozos grind you down
    Nur nicht von den Pessimisten und Deppen runterziehen lassen, wobei sich Herr Kawasaki sympathischerweise selbst nicht unbedingt aus diesen Personenkreisen ausschließt.

Alles in allem war es ein sehr unterhaltsamer Vortrag, gespickt mit vielen witzigen Anekdoten und Liebesbekundungen an Apple. Einziger Wermutstropfen war das ganze Drumherum. Angefangen bei einer ziemlich schlechten Moderation, über das Fehlen von gratis WLAN, bis hin zu einer dem Vortrag angeschlossenen, an Themenverfehlung grenzenden Podiumsdiskussion. Ein Blick ins Startup Wiki hätte genügt, um passendere Diskutanten zu finden. Viele von ihnen waren ohnehin im Publikum. Dieter Rappold von der Social Media Agentur knallgrau hat den möglichen Negativeffekt auf das Image des Veranstalters bereits in seinem Blog schön beschrieben.

Wer sich den Vortrag von Guy Kawasaki gerne ansehen möchte, kann dies auf der entsprechenden Seite der WKO machen. Übrigens mit rausgeschnittener Moderation und Podiumsdiskussion. ;-)

Apropos, liebe Wirtschaftskammer: Videos sind auf YouTube, Vimeo oder Flickr wesentlich besser aufgehoben, als in einem Windows Media Videostream.


Designing The Vienna Project

The game

If you live in Austria and are a fellow citizen of the Social Web, then you probably have already heard of The Vienna Project, a LARP spy game which will take place in Vienna on 22nd of August. Until then, interested parties have to solve a series of riddles in order to be recruited as one of 16 “agents”, who will then participate in the game with the mission to unravel the mystery of a vanished colleague.

The game is mostly organised and promoted via social networks like Twitter and Facebook by its creator Roman Mittermayr and his team, all in their free time. Although I’ve never played a single LARP game, this one kept my interest and I was looking forward to the unveiling of the official website:

Old screenshot of theviennaproject.com

I must say, while I really liked the image of the hatted agent, the website just wasn’t what I had expected. But a few minutes later, Roman twittered:

“And pls don’t destroy me on usability, design or the small font-size :) Do a new awesome design for free and I’ll make you god for a day.”

Having had a few hours on my hands, I didn’t need to be told twice.

The inspiration

To get myself into the right mood, I compiled a playlist of a few suitable film scores and started to scribble.

Album covers of music I used as an inspiration for the design

Being a huge fan of spy movies (especially those with Bond, James Bond), I wrote down a few attributes I like about them in particular: Secrecy, puzzles, suspense, action, deception, … Now I had to decide which ones I could incorporate into the design within the limited time at my disposal.

The design

I wanted to give the viewers the feeling of already being part of the game, so I created a scene, where they slip into the role of an agent who’s browsing through confidental documents in darkness, using a flashlight. To add atmosphere, the light can be moved with the mouse on the start page.

The Austrian passport was added as tribute to another characteristic I love about spy movies: The numerous locations shown. Bond, for example, travels halfway across the world in the course of a single mission.

New design of theviennaproject.com

New design of theviennaproject.com 2

The resources

Providing a layout for free is one thing, having to pay for the necessary graphical material out of your own pocket is another. ;-) Luckily, SXC proved to be a valuable resource for royalty-free photos for this project. A big thank you to:

For the moving flashlight on the start page, I used a PNG image, a few lines of JavaScript (on top of jQuery) and CSS. No Flash.

The reactions

Roman's tweet: WOW! Walter from @VividVisions (follow!!!) did an outstanding job on re-designing the #tvp09 website, more soon. This is seriously perfect!

I received a lot of positive feedback on the redesign like the one above. Thank you!!


Oh my! I guess our Pokens aren’t compatible… (Comic)


The new Firefox logo: Small changes, big impact

The upcoming 3.5 version of Firefox will feature a revised logo, which I just love. It was created by Anthony Piraino, icon artist at The Iconfactory, and is based on conceptual artwork by Stephen Horlander and sketches by Jon Hicks, who created the original logo in 2004.

Firefox logos

Don’t you just love the smoother fox and the 3D effect on its tail? I could look at it all day! ;-)

For more information about the design process and the creative brief (worth seeing!), read the blog of Alex Faaborg, principal designer at Mozilla. You can download the new logo in various formats at the Mozilla Wiki.

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